Die Sieben

Sonntag 15.11.2026 18:00 Uhr
Günther Groissböck – Bass Alexandra Goloubitskaia – Klavier

Pater Matthias Schlögl

mit Werken von Johannes Brahms, Hugo Wolf, Franz Schubert und Dmitri Schostakowitsch

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

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Als Asketen und zölibatär Lebende waren Mönche und Nonnen die Spezialisten schlechthin, wenn es um Fragen von Versuchung, Selbstkontrolle und Kontrollverlust ging. Und so entstand im fünften nachchristlichen Jahrhundert ein Katalog der Todsünden.

Über Hunderte von Jahren entwickelt, erprobt und verfeinert und schließlich von Pabst Gregor dem Großen im sechsten Jahrhundert von ursprünglich acht auf sieben fixiert. In der Folge dienten in der Kunst, in der Literatur die Laster als die Farben, mit denen die großen Romanciers und Dramatiker ihre negativen Helden porträtierten: Jagos mörderischer Neid in Shakespeares Othello, Ebenezer Scrooge in Dickens Weihnachtsgeschichte oder der Geizige von Molière sind die literarischen Urbilder der Habgier. Diffiziler trifft man auf die verwerflichen Übertretungen im Liedgesang. Günther Groissböck, Bass von Weltruf hat diese spannende Reise zusammengestellt, auf die ihn die wunderbare Pianistin Alexandra Goloubitskaia begleitet.
Pater Matthias Schlögl, Leiter des Wiener Augustinerordens und verantwortlich für die wunderbare Kirchenmusik In St. Augustin gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte und Bedeutung der sieben Laster.

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Günther Groissböck

– Bass

Günther Groissböck begeistert auf den Opern- und Konzertbühnen der Welt – mit unverwechselbar edlem Stimmklang und geradezu atemberaubender Ausdruckskraft erweckt er seine Charaktere zum Leben und macht jeden Liedzyklus authentisch erlebbar. Nach dem Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Robert Holl und José van Dam, war der österreichische Bass in der Spielzeit 2002/03 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und anschließend von 2003 bis 2007 am Opernhaus Zürich. 2002 debütierte er bei den Salzburger Festspielen, 2014 feierte er dort sein viel beachtetes Rollendebüt als Ochs im „Rosenkavalier“ in der Regie von Harry Kupfer; 2011 machte er sein Debüt an der Mailänder Scala sowie – als Landgraf Hermann (“Tannhäuser”) – bei den Bayreuther Festspielen, wo er seitdem regelmäßiger Gast ist, u.a. als Gurnemanz (“Parsifal”), Fasolt („Rheingold“) und Pogner in der gefeierten “Meistersinger”-Produktion von Barrie Kosky und Philippe Jordan. Als einer der gefragtesten Sänger seines Fachs, gefeiert von Publikum und Presse gleichermaßen, gastiert Günther Groissböck an den führenden Opernhäusern der Welt. Besonders eng verbunden ist er der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, und der Metropolitan Opera in New York, wo er seit seinem Debüt 2010 mit Colline (“La Bohème”) u.a. als Ochs, Filippo II oder Landgraf Hermann zu erleben war. Gastengagements führen ihn darüberhinaus u.a. an die Opéra de Paris, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, De Nationale Opera in Amsterdam, sowie die Deutsche Oper und die Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo er im Februar 2020 als Ochs im “Rosenkavalier” in der Neuproduktion von André Heller und Zubin Mehta Furore machte.

Seine besondere Begeisterung für den Liedgesang offenbart sich in den mit Liebe zum Detail und eingehender Repertoire-Kenntnis entwickelten Programmen, mit denen er u.a. in London, Salzburg, München und Wien zu hören ist. Gemeinsam mit Malcolm Martineau entstand sein aktuelles Album „Nicht Wiedersehen!“ mit Liedern von Strauss, Mahler und Hans Rott (ausgezeichnet mit einem Choc de Classica), mit Gerold Huber das Doppelalbum „Winterreise“ / „Schwanengesang“ und „Herz-Tod“ mit Werken von Brahms, Wagner, Wolf und Mahler, sowie mit den Philharmonia Schrammeln das Wienerlied-Album „Gemischter Satz“. Auch im sinfonischen Bereich ist Günther Groissböck zu Hause, ob in Haydns „Schöpfung“ oder Schostakowitschs 13. Sinfonie „Babi Jar“ – stets beeindruckt er durch musikalischen Ausdruck, Stilsicherheit und besondere Textverständlichkeit. Konzerte führen ihn u.a. in die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, ins Amsterdamer Concertgebouw, das Leipziger Gewandhaus, in die Münchner und Berliner Philharmonie, den Wiener Musikverein und das Wiener Konzerthaus, in die Carnegie Hall sowie die Boston Symphony Hall. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Philippe Jordan, Yannick Nézet-Séguin, Zubin Mehta, Andris Nelsons, Sir Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann. Zu seinen jüngsten DVD-Veröffentlichungen gehören „Der Rosenkavalier“ (Salzburg, 2015; The Metropolitan Opera, 2017; Staatsoper Unter den Linden, 2021) sowie Beethovens 9. Sinfonie mit Philippe Jordan und dem Orchester der Pariser Oper, weitere Aufnahmen sind u.a. „Das Rheingold“, „Lohengrin“ und „Fidelio“ mit Marek Janowski, Mahlers 8. Sinfonie und Anton Bruckners Messe Nr. 3. Mit seinem vielbeachteten Regiedebüt mit “Tristan Experiment” 2021 am Theater an der Wien (Österreichischer Musiktheaterpreis 2022) stellte sich Günther Groissböck einer neuen spannenden Herausforderung, die in seiner Regie der gefeierten Neuproduktion von Verdis „Don Carlo“ bei Oper Klosterneuburg im Sommer 2023 ihre erfolgreiche Fortsetzung fand. Zukünftige Pläne umfassen u.a. Liederabende im Wiener Musikverein, in der Londoner Wigmore Hall, im Brüsseler Théatre de La Monnaie und in der Elbphilharmonie, u.a. König Marke („Tristan“), Gurnemanz („Parsifal“), Pogner („Meistersinger“) und Sarastro („Die Zauberflöte“) an der Wiener Staatsoper, Ochs („Rosenkavalier“) und König Heinrich („Lohengrin“) an der Berliner Staatsoper, Gurnemanz („Parsifal“) und König Marke („Tristan“) an der Deutschen Oper Berlin. Seinem gefeierten Rollendebüt als Boris Ismailow („Lady Macbeth von Mzensk“) an der Wiener Staatsoper folgen konzertante Aufführungen in Boston und in der New Yorker Carnegie Hall mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons. Sein neues Lied-Album „Männerliebe und -leben“ mit Malcom Martineau mit Liedern und Zyklen u.a. von Beethoven, Schumann und Brahms, erschien im Frühjahr 2024 bei Gramola / Naxos international.

Alexandra Goloubitskaia

– Klavier

Die Pianistin Alexandra Goloubitskaia wurde in Moldawien geboren. Schon sehr früh wurde ihr musikalisches Talent entdeckt und gefördert. Sie studierte Klavier an der zentralen Musikschule des staatlichen Moskauer Konservatoriums P. I. Tschaikowsky und an der Kunstuniversität Graz, welche sie mit Auszeichnung abschloss.
Danach entwickelte sich ihre Karriere zur gefragten Solistin, Liedbegleiterin und Kammermusikpartnerin, die stetig ihr Programm erweitert und weiterhin international Anerkennung und Beifall erhält. Liedbegleitung für diverse Rezitale sowie umfangreiche musikalische Auftritte führten sie zu Konzerten und Festivals in die GUS-Staaten, nach Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Südafrika, Südamerika, in die Schweiz und in die Niederlande.
Alexandra ist Preisträgerin des Bösendorfer- und Hans-Gabor-Belvedere-Wettbewerbs in Wien.
Engagements u. a. an der Wiener Staatsoper, Teatro Real Madrid, GranTeatre del Liceu, Teatro Colón, am Theater an der Wien, bei den Bayreuther Festspielen und bei den Salzburger Festspielen in Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko, Semjon Bychkov und Riccardo Muti und Gastspiele an der Komischen Oper Berlin, Staatsoper Prag sowie in Frankfurt, Stuttgart, Grafenegg und beim Festival Heidelberger Frühling dokumentieren die zahlreichen Stationen ihrer vielseitigen künstlerischen Tätigkeit. Presse und Publikum reagierten enthusiastisch auf ihre orchestrale Klavierbegleitung in der konzertanten Aufführung von Tristan und Isolde sowie die „hervorragende Liedbegleitung“ im Rahmen des Kammermusikprogramms der Internationalen Maifestspiele Spezial im Hessischen Staatstheater Wiesbaden im Jahre 2020.
Von Juni bis Juli 2021 übernahm sie die Rolle des Orchesters des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden bei den Galavorstellungen von Der Ring des Nibelungen.
Im Jänner 2024 engagierte Deutsche Grammophon Goloubitskaia als musikalische Studienleiterin und Sänger-Coach, um die Live-Aufnahme von Lady Macbeth von Mtsensk mit Boston Symphony Orchestra unter dem Chefdirigenten Andris Nelsons und namhaften internationalen Solisten vorzubereiten und zu begleiten. Die konzertanten Aufführungen in Boston Symphony Hall und in New Yorker Carnegie Hall wurden vom Publikum und von der Kritik frenetisch gefeiert.
Mit besonderer Leidenschaft widmet sich Alexandra Goloubitskaia der Ausbildung jünger Künstler an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und gibt Masterklassen an der Fondazione Mascarade Opera in Florenz, International Summer Opera Programm in Tel Aviv und bei der Vienna Summer Music Festival. Dabei setzt sie ihre langjährige Coaching-Erfahrung ein, welche im Juni 2023 durch die Zertifizierung als Psychologin untermauert wurde.