Künstler 2017

Thomas Enhco

– Klavier

Thomas Enhco, 1988 in Paris geboren, ist ein französischer Pianist und Komponist. Er ist ein Abkömmling der berühmten Casadeus-Familie, die etliche namhafte klassische Musiker und Schauspieler hervorgebracht hat.

Wie sein zwei Jahre älterer Bruder David, der Trompeter ist, entschied sich Thomas schon in sehr frühen Jahren eine Karriere als Jazzpianist und Violinist einzuschlagen, obwohl er auf beiden Instrumenten ebenfalls eine klassische Ausbildung genoss.

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Entdeckt und gefördert wurde sein außerordentliches Talent von dem bekannten französischen Jazzviolinisten Didier Lockwood, der den damals neunjährigen Thomas 1998 einlud, mit ihm beim Jazzfestival in Antibes Juan-les-Pins aufzutreten. Ab seinem zwölften Lebensjahr besuchte Thomas dann das private Konservatorium CDML (Centre des Musiques Didier Lockwood), um bei Gisèle Magnan klassisches Klavier zu studieren. Vier Jahre später wechselte er an das CNSM (Conservatoire National Supérieur de Musique) in Paris, um sich dort ganz dem Jazz und der Improvisation zu widmen.

Sein erstes eigenes Album, “Esquisse”, nahm Thomas Enhco 2006 mit dem legendären Ex-Weather-Report-Schlagzeuger Peter Erskine auf. 2009 folgte das Standards-Album “Someday My Prince Will Come”, auf dem auch sein Bruder David Enhco mitwirkte. Für das Album erhielt er 2010 in Frankreich als “neues musikalisches Talent”einen Django d’Or.
Zwei Jahre später überrascht er dann gleich mit zwei neuen Alben: “Jack & John” nahm er in New York mit dem Traum-Rhythmusgespann Jack DeJohnette und John Patitucci auf, “Fireflies” mit dem kanadischen Bassisten Chris Jennings und dem belgischen Schlagzeuger Nicolas Charlier, seinen regulären Trio-Partnern.

2011 komponiert Thomas Enhco die Filmmusik zu „Les Cinq Parties du Monde“ und wird mit dem prestigeträchtigen „FIPA d´Or for Best Original Soundtrack“ ausgezeichnet.

Auf dem bei Universal veröffentlichten Album “Feathers” (2015) ist Thomas Enhco erstmals als Klaviersolist zu hören. Die CD wird von
Victoires du Jazz als „Best Album 2015“ nominiert.

Thomas Enhco über „Feathers“: Ich spielte es wie ein Buch, in dem gewisse Absätze ausgelassen sind, in dem die Grenzlinie zwischen Geschriebenem und Improvisiertem verschwommen ist. Die Freiräume füllte ich während der Einspielung und ließ mich dabei von der tellurischen Kraft und unerträglichen Leichtigkeit des Klaviers tragen. Es ist kein Album mit Klaviermusik, ich versuche, das Klavier mit seinen Tasten, Hämmern und Saiten nicht als mechanisches Instrument zu betrachten, sondern als wandlungsfähiges Etwas, das jede Gestalt und Form annehmen kann, und jede Stimme und jeden Klang erzeugen kann: den von Holz- und Blechblasinstrumenten, Streichern, Perkussion, Harfen, Glocken…”

Der junge Künstler lässt sich allerdings nicht auf das Genre des Jazz eingrenzen: 2016 veröffentlicht die „Deutsche Grammophon“ das Album „Funambules“ auf dem Thomas Enhco mit der Percussionistin Vassilena Serafimova Werke der Klassik sowie eigene Kompositionen interpretiert.

Das Interesse an der Kunst von Thomas Enhco ist groß – 130 Konzerte pro Jahr führen den Pianisten durch Europa, die USA, Canada, Japan, China und in den Nahen Osten.
2017 debütiert er erstmals als Solist mit großen Symphonieorchestern und interpretiert George Gershwins Concerto in F sowie die Rhapsody in Blue, W.A. Mozarts Klavierkonzerte, John Adams „Heros Piano“ und bringt ebenfalls sein eigenes 1. Klavierkonzert zur Uraufführung.

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Aleksey Igudesman

– Violine

Multitalent Aleksey Igudesman, bekannt als Violinvirtuose, hat sich nebenbei auch als Komponist, Dirigent, Schauspieler und Filmemacher einen Namen gemacht.

Dabei hat er mit vielen Musikgrößen wie unter anderen Bobby McFerrin, Billy Joel, Oscar-Preisträger Hans Zimmer und den StargeigerInnen Julian Rachlin, Janine Jansen, Roby Lakatos, Gidon Kremer, Vadim Repin und Viktoria Mullova zusammengearbeitet und musiziert.

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Er ist Gründungsmitglied des Streichtrios Triology, das mehrere CDs für das Plattenlabel Sony/BMG aufgenommen hat. Igudesmans Arrangements, Kompositionen und Geigenspiel sind auch auf Soundtracks von Disney’s The Road to El Dorado und den Kinofilmen Spanglish und Sherlock Holmes 1 und 2, sowie Madagascar 3 zu hören. 2010, schrieb er zusammen mit Hans Zimmer, die Filmmusik zu Jealous of the Birds mit dem er den Preis für die beste Filmmusik bei dem International Rhode Island Film Festival gewann.

Aleksey Igudesman wurde in St. Petersburg in Russland geboren, studierte an der renommierten Yehudi Menuhin School in England und am Konservatorium Wien bei Boris Kuschnir.

Igudesmans Kompositionen werden weltweit aufgeführt, unter anderen von Orchestern wie Luzerner Symphoniker, Belgrader Philharmoniker, Solisti Italiani, Kremerata Baltica, Hong Kong Sonfonietta und Taiwan Philharmoniker, oft mit ihm selbst am Dirigentenpult gespielt. Viele seiner Werke werden von der Universal Edition veröffentlicht.

Für das Festival Julian Rachlin & Friends 2010, hat Igudesman ein Projekt namens The Music Critic konzipiert und entwickelt, bei dem John Malkovich die Hauptrolle spielt.

Mit dem virtuosen Pianisten Hyung-ki Joo spielt er die weltweit erfolgreichen Shows: IGUDESMAN & JOO: „A Little Nightmare Music“ und „BIG Nightmare Music“ mit Symphonie und Kammerorchestern. Clips aus ihren Shows wurden auf YouTube über 30 Millionen Mal angesehen.

Igudesmans Filmregiedebüt “Noseland” mit Julian Rachlin, John Malkovich und Sir Roger Moore wurde 2012 auf diversen Filmfestivals in der Welt gezeigt.

Aleksey Igudesman spielt auf einer „Santo Serafin“ aus dem Jahre 1717, zur Verfügung gestellt von der ERSTE BANK und auf einem Bogen von dem modernen Bogenmacher Benoit Roland.

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Manaho Shimokawa

– Tanz

Manaho Shimokawa ist Performance-Künstlerin, Tänzerin, Choreografin und Model. Geboren in Fukuoka, Japan, wurde ihre Leidenschaft für den Tanz schon in der frühen Kindheit sichtbar. Nach vielen Jahren in denen sie sich dem klassischen Ballett widmete, studierte sie von 2009 bis 2013 zeitgenössischen Tanz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Österreich.

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Ihre Liebe zu unterschiedlichen Kulturen hat dazu geführt, zeitgenössischen Tanz nach Forsythe (studiert unter Esther Balfe), Vogue, lateinamerikanischen Tanz, Flamenco, aber auch traditionellen japanischen Tanz und viele weitere Tanztechniken näher zu erforschen. Ihr Tanzstil fand eine große Bereicherung durch afrikanische Einflüsse, die sie bei ihrem Aufenthalt in Kapstadt, Südafrika, durch den Unterricht bei Germaine Acogny erhielt, die als „Mama-Germaine“, die Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, bekannt ist.

Manaho selbst bezeichnet sich gerne als „Chamäleon-Tänzerin“, die ihren eigenen Stil kreiert indem sie verschiedene Genres ineinanderfließen lässt. In ihren Projekten arbeitet sie unter anderem mit dem Choreografen Michael Turinsky, der Band die „Sofa Surfers“ und vielen weiteren Akteuren zusammen. Sie hat auch an der „Jérôme Bel GALA“ in Wien als Performance-Künstlerin mitgewirkt.

Mit Aleksey Igudesman zusammen hat Manaho MAD („Music And Dance“) gegründet, um die Grenzen zwischen Bewegung, Musik und Improvisation zu verschieben und aufzuheben. 2016 fand mit MAD eine Österreichtournee statt, die auch das Konzerthaus Wien miteinschloss. Ihr Ziel ist es, einzigartige interaktive Choreografien zu schaffen, die sowohl das Publikum als auch das Orchester miteinbeziehen um so mit ihren Performances wahrlich Ausgefallenes unter dem Namen MAD darzubieten.

Manaho war auch Teil von „Rive“ und „Dancing Museums“ von der Euro Contemporary Dance Union bei der auch D.ID mitwirkt. Im Jahr 2016 war sie darüber hinaus auch als Tanzsolistin Teil von Vadim Repins Trans-Siberian Arts Festival in Russland und des Miyazaki International Music Festival von Tsugio Tokunaga in Japan. Darüber hinaus konnte sie auch als Titelgesicht des KURIER Freizeitmagazins bewundert werden. Manahos Absicht ist es, ein Lächeln in das Gesicht aller Menschen zu zaubern, mit denen sie zusammenarbeitet und für die sie tanzt. Das ist ihrer Meinung nach der höchste Gipfel des Erfolgs.

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Kristina Suklar

– Violine

1997 Studium am Konservatorium der Stadt Wien in der Klasse Prof. Werner Hink. 2003 studiert sie parallel an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Prof. Tibor Varga.

Im gleichen Jahr erhält sie das Herbert von Karajan-Stipendium und ist Preisträgerin beim Fidelio Wettbewerb und des Anton-Bruckner-Wettbewerbs der Wiener Symphoniker.

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2006 2. Preis beim Wettbewerb „Gradus ad Parnassum“ in Wien; Konzertmeister-Tätigkeit u.a. im Pacific Music Festival Orchestra in Japan, der Zagreber Philharmonie, dem UBS Chamber Orchestra und seit 2006 regelmäßig im Wiener Kammerorchester.

2009 schließt sie ihr Masterstudium in der Klasse von Prof. Pavel Vernikov mit Auszeichnung ab und wird Stimmführerin der 1. Geigen beim RSO Wien; Seit Jänner 2011 ist sie die 2. Konzertmeisterin des RSO Wien.

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Krzysztof Dobrek

– Akkordeon

Krzysztof Dobrek wuchs am Rand der größten Sandfläche Mitteleuropas, der Błędowska-Wüste in Polen auf. Mit sieben begann er Akkordeonunterricht zu nehmen. Mit dreizehn ließ er Elternhaus und Akkordeon hinter sich, zog nach Krakau, um als Fagottist in die Welt der Klassik und des Jazz einzutauchen.

Auf dem Weg zum Konservatorium hörte er eines Tages eine Romaband, was sein Musikverständnis nachhaltig veränderte.

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1990 emigrierte Dobrek nach Wien und begann dort – nach zehn Jahren Abstinenz von diesem Instrument – wieder Akkordeon zu spielen. Krzysztof durchlief jahrelang die harte „Schule der Straßenmusik“ – eine Schule, die er höher zu schätzen weiß als seine akademische Ausbildung -, ehe ihn die steirische Folk-/Kabarettband „Die Landstreich“ – vom Fleck weg – als ihren Chefinstrumentalisten anstellte.

Es folgten Projekte im Theater an der Wien, im Theater in der Josefstadt und im Burgtheater. Er spielte beim Acoustic Drive Orchestra und der Tschuschenkapelle und ist Akkordeonist von Maria Bills Edith-Piaf- und Jacques-Brel-Revuen.

Mit „Dobrek Brasil“ tauchte er den Bistro-Sound in ein tropisches Heißbad voll Bossa-Anklänge, wobei ihm Alegre Corrêa assistierte, der auch neben Marwan Abado, Roland Neuwirth und Bistro-Kollegen Aliosha Biz bei Krzysztofs wohl legerster musikalischer Grenzüberschreitung mitwirkte, dem legendären Projekt „Dobrek – Biz – Abado – Neuwirth – Corrêa“.

Krzysztofs Kompositionen werden u. a. von namhaften Ensembles wie Mnozil Brass und den Wiener Concert Schrammeln interpretiert.

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Aliosha Biz

– Violine

Aliosha Biz ist der Spross einer aus Österreich stammenden Moskauer Künstlerfamilie. Ehe er 1989 seine Geburtsstadt verließ, studierte er Violine am Tschaikowski-Konservatorium.

Seither lebt er in Wien, und obwohl er dort die Hochschule für Musik und darstellende Kunst besuchte, entdeckte die Wiener Szene auch ihn in der „Akademie der Straße“.

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Eine besondere Liebe verbindet Aliosha mit allen Facetten jüdischer Musik. So nimmt es auch nicht wunder, dass die wichtigsten Ensembles und InterpretInnen, die sich mit dieser Tradition in Österreich auseinandersetzen, bei ihm vorstellig wurden: Timna Brauer, Oberkantor Schmuel Barzilai, Lena Rothstein, Albert Thimann sowie die Klezmer-Gruppen Freijlech und Sholom Aleichem.

Daneben ist er ein gefragter Theatermusiker mit schauspielerischen Ambitionen, wie Projekte mit Gerhard Bronner, Adi Hirschal oder Karl Merkatz sowie in diversen Schauspielhäusern (Theater an der Wien, Landestheater Linz, Burgtheater etc.) beweisen.

Er spielte mit Dhafer Youssef, Alegre Corrêa, bei Lakis & Achwach, beim Acoustic Drive Orchestra und bei der Jacques-Brel-Revue von Maria Bill, um nur die wichtigsten seiner Projekte zu nennen.

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Matthias Bartolomey

– Violoncello

Matthias Bartolomey erhielt im Alter von 6 Jahren den ersten Cellounterricht von seinem Vater, Franz Bartolomey. Später studierte er an der Musikuniversität Wien und an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er sein Studium 2010 mit Auszeichnung abschloss.

Als Cellist erhielt er verschiedene Preise und ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbe.

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Meisterkurse absolvierte er u.a. bei Mstislaw Rostropowitsch und Heinrich Schiff. Die stilistische Bandbreite, deckt genau jene Dinge ab, die er unbedingt machen möchte und reicht vom klassischen Sektor bis zu E-Musik, Jazz und Rock.

2013 gründete Matthias Bartolomey mit Klemens Bittmann das Duo BartolomeyBittmann. Mit der österreichischen Schauspielerin Birgit Minichmayr hat er ein sehr erfolgreiches musikalisch-literarisches Programm mit Jelinek/Schubert erarbeitet.

Als Solist war er mit verschiedenen Orchestern zu hören und debütierte in der Saison 2011/2012 in den USA. Unter seinen Kammermusikpartnern findet man u.a. Benjamin Schmid, Veronika Hagen und Ernst Kovacic. Seine Auftritte führen Matthias Bartolomey in bedeutende Konzerthäuser und zu zahlreichen internationalen Festivals.

Als Orchestermusiker spielte er u.a. im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Mahler Chamber Orchestra. Seit 2011 ist er Solo-Cellist beim Concentus Musicus Wien.

Was er auch macht, es geht ihm um die Essenz in der Musik, um eine Unbedingtheit des Ausdrucks und um höchste Lebendigkeit. Matthias Bartolomey spielt auf einem Violoncello von David Tecchler, Rom 1727.

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Klemens Bittmann

– Violine & Mandola

Klemens Bittmann studierte klassische Violine an der Kunstuniversität Graz und Jazzgeige am Didier Lockwood Center in Paris.

In Österreich gründete er die Jazzrockfolkfusion-Combo Beefolk und das eher kammermusikalisch orientierte Crossover-Trio Folksmilch, die mittlerweile fixer Bestandteil der Worldmusiklandschaft sind. Mit diesen Gruppen absolviert er zahlreiche nationale und internationale Konzerttourneen.

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Er ist sowohl als Geiger und Mandolaspieler als auch als Komponist und Arrangeur aktiv. Klemens Bittmann arbeitet mit verschiedensten, renommierten Künstlern zusammen, wie z.B. Wolfgang Muthspiel, Alegre Corrêa, Alex Deutsch, dem Radio String Quartet und Maria Bill. 2009 komponierte Klemens Bittmann das Konzept Soloalbum „Leaving Velidhu“.

2010 entstand gemeinsam mit dem klassischen Sänger Ulfried Staber das Projekt „Frauendienst“, dessen Inhalt die Vertonung von Texten des Minnesängers „Ulrich von Liechtenstein“ ist. Seit 2013 liegt ein weiterer künstlerischer Schwerpunkt auf den Duo-Formationen mit dem Cellisten Matthias Bartolomey, sowie mit dem Holzbläser Georg Gratzer.

Sein Credo der Ensemblearbeit ist es, Individuum im Kollektiv zu bleiben, ein wacher Teil im künstlerischen Ganzen sowie eine Idee im musikalischen Universum. Außerdem ist Klemens Bittmann vermehrt als Workshopleiter, sowie als Studioarrangeur im Bereich String-Arrangements tätig.

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Thomas Gansch

– Trompete

Thomas Gansch zählt zu den facettenreichsten und meist gefragten Jazz-Trompetern Europas. Er gilt als einer der stilprägenden Musiker der jüngeren Generation.

Schon als junger Student mitbegründete er das Septett „Mnozil Brass“ – mit diesem Ensemble feiert er bis heute weltweit große Erfolge.

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Nach dem Abbruch des Klassik-Studiums wurde er von Mathias Rüegg ins legendäre „Vienna Art Orchestra“ geholt; diese Zeit bezeichnet Gansch noch heute als sein wahres Studium.

In zahlreichen Projekten und unterschiedlichsten Besetzungen lebt er seine Vielseitigkeit.

Ebenso als Komponist und Arrangeur zeigt er Schubladenresistenz: Thomas Gansch schreibt für alle Besetzungen – ob Duo oder Sinfonieorchester, Blaskapelle oder Big Band, ob Sommertheater oder Oper.

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Georg Breinschmid

– Kontrabass

Georg Breinschmid wurde 1973 geboren und lebt in Wien. Er ist einer der führenden österreichischen Jazzmusiker auf internationalem Parkett.

Breinschmid studierte klassischen Kontrabass an der Wiener Musikhochschule. Gleichzeitig betätigte er sich als Jazzmusiker und arbeitete unter anderem mit dem Geiger Zipflo Weinrich zusammen. Von 1994 bis 1996 war er im Tonkünstlerorchester Niederösterreich engagiert, von 1996 bis 1998 bei den Wiener Philharmonikern.

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Er entschloss sich bald, der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren und sich verstärkt seiner Leidenschaft für improvisierte Musik zu widmen. Seit 1999 tritt er als einer der vielseitigsten und virtuosesten Bassisten der internationalen Jazzszene hervor. Er arbeitete mit Archie Shepp, Charlie Mariano, Kenny Wheeler, Biréli Lagrène, Triology, Megablast und vielen anderen zusammen. Von 1999 bis 2006 war er ständiger Kontrabassist des Vienna Art Orchestra.

Seit 2003 ist Georg Breinschmid verstärkt als Komponist und Bandleader aktiv. Zahlreiche CD-Produktionen wie „Wien bleibt Krk“ (2008) oder die Doppel-CDs „Brein’s World“ (2010) und „Double Brein“ (2014) ernten in Europa und auch Übersee hymnische Kritiken. Wichtige künstlerische Kollaborationen finden mit Trompeter Thomas Gansch, den Geigern Benjamin Schmid und Aleksey Igudesman, den Brüdern Frantisek und Roman Janoska, Akkordeonist Stian Carstensen, Pianist Antoni Donchev, den Flying Schnörtzenbrekkers, Arrangeur Tscho Theissing u.v.a. statt. 2010 Auftritt des Trios Brein’s Café bei der Eröffnung der Wiener Festwochen vor einem weltweiten TV-Millionenpublikum. 2014 gemeinsam mit Florian Willeitner Gründung des Quartetts Strings & Bass.

Georg Breinschmid ist zweifacher Hans Koller-Preisträger („CD of the Year“ 2002, Newcomer of the Year“ 2003), 2012-2015 war er viermal in Folge für den Amadeus Austrian Music Award (Kategorie Jazz/World/Blues) nominiert. Seine unorthodoxen Kompositionen an der Schnittstelle zwischen Jazz, Klassik und Wienerlied gelten als eine der interessantesten Entwicklungen in der zeitgenössischen Musik. Seine Kompositionen werden von Ensembles wie The Philharmonics, dem Stuttgarter Kammerorchester, Amarcord Wien, Bass Instinct und dem Australian Chamber Orchestra aufgeführt. 2011 präsentiert Breinschmid mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich zum ersten Mal ein abendfüllendes Programm seiner Werke mit Symphonieorchester und Jazztrio. Es folgen zahlreiche weitere orchestrale Auftritte, u. a. mit der Hongkong Sinfonietta, dem Symphonieorchester Vorarlberg, den Moravia Virtuosi, Brno Philharmonic, Württembergische Philharmonie Reutlingen, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und dem Bruckner Orchester Linz. Er komponiert auch Auftragswerke, u. a. für die Ensembles Faltenradio, The Clarinotts, Matthias Schorn (Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker), Sonus Brass und viele andere.

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Franui

– Musicbanda

Franui ist der Name einer ganz bestimmten Almwiese im kleinen, 1402 Meter über dem Meer gelegenen Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem die Musiker von Franui großteils aufgewachsen sind.

Das Wort ist rätoromanischen Ursprungs und verweist auf die geografische Nähe Innervillgratens zum ladinischen Sprachraum in den Dolomiten.

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Die Musicbanda gleichen Namens spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Konzertveranstaltern zu Gast (u.a. Wiener Konzerthaus, Burgtheater Wien, Salzburger Festspiele, Stiftung Mozarteum Salzburg, Tiroler Festspiele Erl, Bregenzer Festspiele, Ruhrtriennale, Radialsystem V Berlin, KunstFestSpiele Herrenhausen, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Schauspielhaus Hamburg, Philharmonie Köln, Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie und Grand Théatre Luxemburg, Les Nuits de Fourvière Lyon, Holland Festival).

Franui wurden mit ihren Aneignungen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler bekannt. Dabei versteht sich das Ensemble als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“; manches Mal wird die klassische Vorlage in all ihrer Schönheit liebevoll zelebriert, manches Mal vom Kopf auf die Füße gestellt (oder umgekehrt), skelettiert, angereichert, übermalt, weitergedacht. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Interpretation, Improvisation, Arrangement und (Re-)Komposition. Bei ihren Konzerten und Musiktheaterproduktionen verbünden sie sich häufig mit herausragenden Bühnenpartnern, u.a. mit dem Sänger Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger oder den Schauspielern Sven-Eric Bechtolf, Dörte Lyssewski und Peter Simonischek.

Zum 20jährigen Bestehen des Ensembles sorgte ein Konzert auf der 2300 m hoch gelegenen Almwiese Franui für Furore, zu dem nach einer etwa 3-stündigen Wanderung an die 1500 Besucher kamen. Das Programm „Tanz Boden Stücke“ (feat. Wolfgang Mitterer) hatte 2014 bei der Stiftung Mozarteum in Salzburg Premiere und erschien im Februar 2016 unter dem Titel „Tanz! (Franz)“ auf CD. Im Wiener Konzerthaus steht Franui seit 2015 jährlich im Mittelpunkt des Festivals „Gemischter Satz“, bei dem Musik, Bildende Kunst, Literatur und Wein in einem neuen Zusammenspiel präsentiert werden.

Die CDs von Franui erscheinen beim Label col legno und wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Pasticcio-Preis von Radio Ö1, Toblacher Komponierhäuschen).

Besetzung:
Markus Rainer – Trompete, Flügelhorn, Gesang
Johannes Eder – Klarinette, Bassklarinette
Nikolai Tunkowitsch – Violine, Viola
Andreas Fuetsch – Tuba
Martin Senfter – Ventilposaune, Gesang
Romed Hopfgartner – Saxophon, Klarinette, Bassklarinette, Komposition
Markus Kraler – Kontrabass, Akkordeon, Harmonium, Komposition
Andreas Schett – Trompete, Flügelhorn, Gesang, Komposition, musikalische Leitung
Angelika Rainer – Harfe, Zither, Gesang
Bettina Rainer – Hackbrett, Gitarre, Stimme

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Kinga Głyk

– Bass

Diese junge Frau ist das Internet-Phänomen schlechthin. Was Andere im Pop und Mainstream Bereich bereits vorgemacht haben, ist im Jazz beispiellos. Und plötzlich ist sie da, eine echte Musikerin, jung, hübsch, hochtalentiert, deren Internet Klickzahlen durch die Decke schiessen.

Kinga Głyk ist mit ihren 20 Jahren nicht nur die einzige Frontfrau einer Jazzband in ihrer Heimat Polen, sondern die derzeit größte Jazz-Sensation auf allen sozialen Netzwerken Europaweit.

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Eigentlich begann ihre Karriere mit 12 Jahren, als Ihr Vater – selbst Schlagzeuger – ihr Talent entdeckte und sie zum Mitglied des Głyk Familientrios PIK machte. Heute – mit zwei eigenen Platten und vielen Konzerten im Rücken – ist die junge Frau ein Star in ihrem Land und brennt darauf, die europäischen Club- und Festivalbühnen zu erobern.

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Irek Głyk

– Schlagwerk

Rafał Stepien

– Klavier