Wahn! Wahn! Überall Wahn!

Donnerstag 13.08.2020 20:00 Uhr
Günther Groissböck – Bass Trachtenmusikkapelle Windhag

Alpenstadion
Pocksteinerallee
Waidhofen an der Ybbs

Reservetermine bei Schlechtwetter:

Freitag, 21. August, 20:00 Uhr sowie Freitag 28. August 20:00 Uhr

Karten behalten ihre Gültigkeit

 

→ Karten online kaufen
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Die reguläre Spielzeit am Feld beträgt 90 Minuten. 10 Feldspieler jagen einem Ball nach, zwei Tormänner hüten den Gral. Und schon sind wir bei Richard Wagner über die Parsifal-Bande gespielt. Volley übernimmt Waidhofens Klassik-Superstar Günther Groissböck gemeinsam mit ebenso heimischen Kräften. Alexander Wagendristel zaubert aus Richard Wagners Partituren Maßhemden und -blusen für die Trachtenmusikkapelle Windhag. Ein Klangkörper mit großem Selbstbewusstsein und erspielt gewachsenem Selbstverständnis.

Günther Groissböck hätte diesen Sommer in Bayreuth sein Wotan-Debüt gegeben. Die Umstände sind bekannt, so blieb ihm eine Zugabe vor dem eisernen Vorhang auf der Bühne der Wiener Staatsoper und vor erlaubten 100 Zuhörerinnen und Zuhörern: Wotans Schlussgesang aus der „Walküre“. „Göttlich üppig im Kleinen“ titelte eine Wiener Tageszeitung. Im Alpenstadion stehen Freistöße im Großen auf dem Programm, allesamt aus Groissböcks reichem Wagner-Schatz. Kein Tand, kein Hagen, kein Alberich, der diesem Genuss entgegenstünde. Gegeben werden Auszüge aus „Lohengrin“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ und der Gipfel deutscher Opernvisionen, welche aus vergorenem Mythenstoff die Welt erklären: „Der Ring des Nibelungen“. Das ist echt mega!

Günther Groissböck als König Heinrich, als Hans Sachs und Göttervater Wotan, der von seiner Lieblingswalküre, Tochter Brünnhilde, Abschied nehmen muss. Wider beide Gefühle, doch das Schicksal steckt im obsessiven Zwang, handeln zu müssen. Fricka, Verträge, die Jugend, die vielen Kinder – Loges Feuerzauber bringt eine kurze Erleichterung. Das Alpenstadion mutiert zu einem Open-Air-Gesamtkunstwerk, dem menschlichen Bedürfnis nach Erleben abseits digitaler Welten gedient. 1.200 Plätze am Fußballfeld, die Akteure auf der Tribüne, Videowall und Verstärkung und nicht zuletzt das erlaubte Publikum machen das Erlebnis komplett.

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Die Karten sind ab 22. Juni im Bürgerservice der Stadt Waidhofen/Ybbs sowie online über Ö-Ticket erhältlich.

Der Online-Verkauf ist auf Grund der Corona-Bestimmungen auf zwei Karten pro Bestellung beschränkt, die Karten sind nur mit Bekanntgabe der persönlichen Daten erhältlich.

Größere Kartenkontingente können im Bürgerservice der Stadt Waidhofen gekauft werden, für den Kauf ist eine Namensliste erforderlich.

Der Kartenpreis beträgt € 20.- (zzgl. Online-Gebühren).

Bei Schlechtwetter behalten die Karten ihre Gültigkeit und gelten für einen der beiden Reservetermine.

Reservetermine bei Schlechtwetter:

Freitag, 21. August, 20:00 Uhr sowie Freitag 28. August 20:00 Uhr

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Programm:

Auszüge aus Opern von Richard Wagner

Arrangements: Alexander Wagendristel

LOHENGRIN
Vorspiel 3.Akt (3min.30)
Gebet König Heinrich aus dem 1.Akt (2 min)
Elsas Zug zum Münster aus dem 2.Akt (6 min.)
Reitermarsch aus dem 3.Akt und Ansprache König Heinrich „Habt Dank ihr …“(6 min.)

DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
Fliedermonolog (ca. 7 min. 30)
Vorspiel 3.Akt + „Wach auf!“ (6 min. 30)
Wahnmonolog (6 min. 30)

DER RING DES NIBELUNGEN
Walkürenritt DIE WALKÜRE (4 min.)
Einzug der Götter in Walhall DAS RHEINGOLD (ca. 8 min)
Trauermarsch GÖTTERDÄMMERUNG (ca. 7 min.)
Wotans Abschied und Feuerzauber DIE WALKÜRE (ca.13 min.)

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Keine Pause, 70-80 Minuten Spielzeit

Günther Groissböck

– Bass

Der österreichische Bass Günther Groissböck erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Robert Holl sowie später bei José van Dam.

Als einer der international gefragtesten Sänger seines Fachs ist er regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt, wie der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, der Opéra National de Paris, der Bayerischen Staatsoper München, der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden und der Deutschen Oper Berlin sowie bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen – in Rollen wie Gurnemanz, König Heinrich, Landgraf Hermann, König Marke, Boris Godunow, Sarastro, Fasolt, Hunding, Veit Pogner, Wassermann, Gremin, Orest, Banco, Zaccaria und Rocco. Mit der Partie des Ochs auf Lerchenau debütierte Günther Groissböck bei den Salzburger Festspielen und war im vergangenen Frühjahr an der Metropolitan Opera New York zu Gast.


Auch im Konzertbereich ist er international tätig und tritt u. a. bei der Accademia Nazionale Santa Cecilia, im Concergebow Amsterdam, im Gewandhaus Leipzig, in der Philharmonie Berlin und München, im Musikverein und Konzerthaus Wien, in der Carnegie Hall und der Boston Symphony Hall auf.

Neben seiner umfassenden Opern- und Konzerttätigkeit widmet er sich auch dem Liedgesang. Seine mit Gerold Huber eingespielte Schubert-Doppel-CD „Winterreise“ und „Schwanengesang“ und sein neues Album „Herz-Tod“ sind bei DECCA erschienen.

Zu den wichtigsten kommenden Engagements zählen u. a. Einladungen an die New Yorker Metropolitan Opera als Fasolt, Hunding, König Marke und Filippo II, an das Royal Opera House Covent Garden als Fasolt, an die Bayerische Staatsoper als Kezal und Rocco sowie zu den Bayreuther Festspielen 2018 als Gurnemanz. In 2020 wird er in Bayreuth in der neuen Produktion des „Ring der Nibelungen“ erstmals den Wotan verkörpern.

Trachtenmusikkapelle Windhag

Erste Hinweise über eine Musikkapelle in Windhag gibt es aus dem Jahre 1916.
1963 wurde die erste einheitliche Bekleidung angeschafft, die dann 1972 durch die „Niederösterreich-Tracht“ abgelöst wurde.
Die Auftritte beschränkten sich anfangs noch sehr auf kirchliche Anlässe und sonstige Feierlichkeiten. Erst ab 1960 wurden erste Frühschoppenkonzerte im Ortsteil St. Ägyd abgehalten, und ab 1965 wurde bei den Schillerparkkonzerten im Rahmen des festlichen Sommers in Waidhofen/Ybbs konzertiert.

1973 erfolgten die Gründung des Musikvereins Windhag und die Übernahme der Musikkapelle durch Kapellmeister Hermann Maderthaner.
In seiner Zeit als Kapellmeister konnte er aus einer 19-Mann-Kapelle eine Musikkapelle formen, die weit über die Grenzen Waidhofens und Niederösterreichs hinaus bekannt und geschätzt wurde.
So konnten in dieser Zeit zahlreiche Preise bei Wettbewerben und Wertungsspielen erreicht werden, u. a. bei den int. Musiktagen in Rastede, beim Blasorchesterfestival in Trencin, bei den NÖ Landeswertungsspielen und beim Bundesblasmusikbewerb in Feldkirchen.
Seit 1976 kann im eigenen Musikheim geprobt werden, welches 2006 durch einen neuen Probesaal erweitert wurde.

2003 übergab Hermann Maderthaner die Leitung der Kapelle an seinen Sohn Thomas Maderthaner.

Zum musikalischen Jahresablauf der TMK Windhag zählen u. a. ein Frühjahrskonzert, zwei Konviktgartenkonzerte im Sommer und ein Kirchenkonzert im Herbst.
Bei den jährlichen Marsch- und Konzertwertungen können immer wieder hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

Unter der Leitung von Thomas Maderthaner gewann die TMK Windhag die NÖ Landeswertungsspiele 2009, 2012 und 2015. Auf Bundesebene konnte 2011 der 3. und 2017 der 2. Platz erreicht werden.