Von Erdberg nach Indien

Sonntag 15.09.2019 18:00 Uhr
radio.string.quartet – Ensemble Thomas Gansch – Trompete

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

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Thomas Gansch, der wohl kreativste Trompeter zwischen All und Mnozil-Brass-Universum, reist mit dem radio.string.quartet von Wien nach Indien. Ein musikalischer Kosmos tut sich auf. Klassiker vom geborenen Erdberger Joe Zawinul bis hin zu John MacLaughlin und dessen legendäres Mahavishnu Orchestra.

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Programm:

Donaldson & Kahn (arr. Bernie Mallinger)
Makinʼ Whoopee

John McLaughlin (arr. Bernie Mallinger)
Celestial terrestrial commuters

John McLaughlin (arr. Klemens Bittmann & Bernie Mallinger)
Dawn

Stevie Wonder (arr. Bernie Mallinger)
I wish

Prince (arr. Bernie Mallinger)
Sometimes it snows in April

Thomas Gansch
Song for Prince

Prince (arr. Thomas Gansch)
Kiss

Rigmor Gustafsson (arr. Bernie Mallinger & Johannes Dickbauer)
Goodbye for now

Johannes Dickbauer (arr. Johannes Dickbauer)
Ack Varmland tu skona

Werner Pirchner (arr. Bernie Mallinger)
Hosent’Raga

John McLaughlin (arr. Klemens Bittmann & Bernie Mallinger)
A lotus on irish stream

Michael McDonald & Kenny Loggins (arr. Thomas Gansch)
What a fool believes

Nick LaRocca (arr. Wynton Marsalis & Mark OʼConnor & Bernie Mallinger & Thomas Gansch)
Tiger Rag

Wilson & Asher (arr. Thomas Gansch)
God only knows

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radio.string.quartet

– Ensemble

Die vier Mitglieder Bernie Mallinger (Violine), Igmar Jenner (Violine), Sophie Abraham (Violoncello) und Cynthia Liao (Viola) eint der Anspruch, das Klangspektrum des klassischen Streichquartetts zu erweitern. Alles ist möglich auf den 16 Saiten. Ob jazzrockiger Groove oder popverliebte Gesänge, Neue Musik oder europäische Folk-Tradition: Das „r.s.q“ hat bislang schon etliche Grenzgänge absolviert und sich so im Non-Classical-String-Quartet-Genre einen festen Platz neben den US-Pionieren vom Kronos Quartet und dem Turtle Island Quartet erspielt.

Entscheidend für die Weiterentwicklung des Quartetts ist die Auseinandersetzung mit der Musik des Mahavishnu Orchestras, einer der stilprägenden Gruppen des Jazzrocks der 70er-Jahre. Mit der Einspielung „Celebrating the Mahavishnu Orchestra“ im Jahr 2007 veröffentlicht das Ensemble sein erstes Album auf ACT.

Nach verschiedenen Kooperationen (u. a. mit Rigmor Gustafsson, Ulf Wakenius …) markierte das Album „Radiodream“ (2011) einen neuen Abschnitt in der Band-Geschichte: Musikalische Traumdeutungen und Ton-Collagen verwenden neben eigenen Stücken auch Musik von Franz Liszt bis Billie Holiday.

Mit dem Album „Posting Joe“ (2013) verneigt sich die Band vor ihrem großen Landsmann, dem 2007 verstorbenen Joe Zawinul und seiner stilbildenden Band Weather Report.

Im Jahr 2014 begann die Band mit der Arbeit an dem Album „in between silence“ (2017), das eine musikalische Neuausrichtung der Band und eine Veränderung ihrer Arbeitsweise – sowohl im Studio als auch live – mit sich brachte. Erstmals wurden vermehrt Stimmen zu den herkömmlichen Streichinstrumenten hinzugefügt, und auch der Einsatz von elektronischen Musikinstrumenten erweiterte das Spektrum. Die Kompositionen des Albums – allesamt Arbeiten des Quartetts – wurden für die Live-Performance einer grundsätzlichen Umarbeitung unterzogen. Damit versuchte die Band, die unterschiedlichen räumlichen Begebenheiten vom Hören eines Albums zum Erlebnis eines Live-Konzerts einzubeziehen. Erstmals arbeitete das Quartett dabei mit einem Koproduzenten, dem norwegischen Pianisten und NuJazz-Pionier Bugge Wesseltoft.

Im radio.string.quartet finden alle vier Musiker die Freiheit, ihre musikalischen Ideen wie ihre kulturelle Identität einzubringen. Die Arrangements entstehen in Teamarbeit, alle Ensemble-Mitglieder steuern Eigenkompositionen bei. In diesem Sinne verstehen sich die Südösterreicher Mallinger und Jenner, die Niederländerin Abraham und die Taiwanesin Liao als Protagonisten einer neuen Wiener Streicherschule: Wien mit seiner reichen Musiktradition, aber auch mit seiner neuen multikulturellen Offenheit.

Short Facts:
– Existiert seit 2004 und passt in keine Schublade
– „Dem Sound des radio.string.quartet kann man sich nicht entziehen. Das Quartett besticht durch Experimentierfreudigkeit und sprengt alle Genregrenzen.“ (3sat Kulturzeit)
– Preis der deutschen Schallplattenkritik, Pasticcio-Preis

radio.string.quartet
Bernie Mallinger − Violine, Gesang
Igmar Jenner − Violine, Gesang
Cynthia Liao − Viola
Sophie Abraham − Violoncello, Gesang

Thomas Gansch

– Trompete

Thomas Gansch wurde am 31. Dezember 1975 in St. Pölten geboren. Er wuchs in Melk an der Donau auf, wo er bei seinem Vater, Johann Gansch, Trompete lernte.
Mit 15 ging er nach Wien, um an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Konzertfach Trompete zu studieren.
Während dieses Studiums gründete er 1992 gemeinsam mit Studienkollegen die Gruppe Mnozil Brass.

Nach sechs Jahren Klassik entschloss Gansch sich 1997, das Studium zu beenden, und wandte sich seiner großen Liebe zu, dem Jazz.
Von 1998 bis 2006 spielte er im legendären Vienna Art Orchestra, das er noch heute als seine „wahre“ Studienzeit bezeichnet.
Neben zahllosen Kollaborationen mit Musikern aus der ganzen Welt und Auftritten in knapp 50 Ländern komponiert er neben Mnozil Brass auch für verschiedenste andere Besetzungen.
Thomas Gansch ist nicht nur einer der vielseitigsten Trompeter seiner Generation, sondern auch ein Entertainer durch und durch, der zwar immer den Schalk im Nacken trägt, dabei jedoch niemals die Musik aus den Augen verliert.

Eigene Projekte: Mnozil Brass, Wieder Gansch & Paul, Schlagertherapie, Gansch & Breinschmid, Gansch & Roses

Spielte u. a. mit: Patti Smith, Bob Brookmeyer, Vienna Art Orchestra, Don Menza, Jerry Hey Horns, Wynton Marsalis, Janoska Ensemble, Igudesman & Joo, Kurt Ostbahn, Salonorchester Alhambra, Ensemble Pro Brass, Alegre Correa u. v .a.