Stripsody

Freitag 04.10.2019 19:00 Uhr
Anna Hauf – Mezzosopran Krassimir Sterev – Akkordeon

Galerie Raumimpuls
Oberer Stadtplatz 32
Waidhofen an der Ybbs

→ Eintritt frei

Anna Hauf folgt der legendären amerikanischen Musikerin Cathy Berberian, die sich mit „Stripsody“ ein Stück komponierte, das aus Sprechblasen und Comics besteht. Ein Blick in die ansprechende Partitur zu werfen lohnt sich – genießen Sie Zeitgenössisches mit Humor in der Galerie Raumimpuls. Und durchaus mit einem Glas Wein.

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Programm:

Bernhard Lang (*1957)
„Epilog“ (2002)

Boris Hauf (*1974)
„eyes know if a little tree listens“ (2007)

Thierry Tidrow (*1986)
„MY VERY OWN PERSONAL ALGORITHMIC SELF (MVOPAS)“
Österreichische Erstaufführung (2019)

Enno Poppe (*1969)
„Wespe“ (2005)

Rebecca Saunders (*1967)
„flesh“ (2017/2018)

Aureliano Cattaneo (*1974)
„Dialoghi“ (2006/2007)

Cathy Berberian (*1925)
„Stripsody“ (1966)

Georg Kreisler (1922−2011)
„Der Ticker“ (1968)
„Beobachtung“ (1975)
„Irgendwo am Strand“ (1961)
„Schützen wir die Polizei“ (1968)

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Anna Hauf

– Mezzosopran

Die Mezzosopranistin Anna Clare Hauf ist in London geboren und in Wien aufgewachsen. Ab dem Jahr 1997 studierte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst und Wien Gesang, Schwerpunkt ihrer Ausbildung bei den Professoren Rotraud Hansmann und Charles Spencer war der Liedgesang.

Im Jahr 2004 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab. Bei Meisterkursen arbeitete sie u. a. mit Marjana Lipovsek und Wolfgang Holzmair zusammen.

Ihre besondere Vorliebe gilt der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik, sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertsaal. So entstanden zahlreiche Zusammenarbeiten vor allem mit der Neuen Oper Wien – zuletzt etwa in Péter Eötvös’ „Paradise reloaded (Lilith)“ und dem Klangforum Wien (u. a. bei den Schwetzinger SWR Festspielen 2011 in Enno Poppes „IQ“).

Beim Festival Wien Modern war Anna Hauf in „Das Kind der Seehundfrau“ und 2014 in Bernhard Ganders Sitcom-Oper „Das Leben am Rande der Milchstraße“ zu sehen. Im selben Jahr hatte auch die Neubearbeitung des Ensembles Federspiel von Ernst Krenes Oper „Jonny spielt auf“ mit Anna Hauf als Solistin Premiere. In Christof Dienz’ und Ela Baumanns „(K)eine Alpensage“, eine musikalische Klanggeschichte im Auftrag der Wiener Jeunesse, übernahm sie die Gesangs- und Erzählerinnenrolle.

Anna Clare Hauf konzertierte u. a. mit dem Klangforum Wien, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, der Camerata Salzburg, dem Ensemble PHACE und dem Blockflöten-Kollektiv „Plenum“. Sie sang Uraufführungen mit Werken von Christian Muthspiel, Otto M. Zyan, Pierluigi Billone, Bernhard Lang oder Lothar Voigtländer. Ab dem Jahr 2009 übernahm sie zudem die Gesangsparts beim Vienna Art Orchestra.

Als singende Schauspielerin und Performerin gastiert Anna Hauf regelmäßig im Wiener Kabinetttheater, u. a. mit Stücken von Salvatore Sciarrino, Mauricio Kagel oder Hugo Ball, und als Liedsängerin war sie mit Werken von Gustav Mahler, Richard Wagner, Ernst Krenek und zeitgenössischer Musik zu hören, z. B. im Wiener Konzerthaus und auf der Ruhrtriennale.

Krassimir Sterev

– Akkordeon

Krassimir Sterev wurde in Bulgarien geboren, wo er im Musikgymnasium von Plovdiv seine musikalische Ausbildung begann. Dann setzte er sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz fort. Sterev war Stipendiat am Königlichen Dänischen Musikkonservatorium, wo er auch die Solistenklasse als Akkordeonist abschloss. Seine musikalische Entwicklung wurde maßgeblich durch Lehrer wie Mogens Ellegaard, James Crabb und Georg Schulz beeinflusst.

Krassimir Sterev ist sowohl als Solist, Kammermusiker als auch in Ensembles und Orchestern international tätig und weltweit auf vielen renommierten Festivals zu Gast. Nicht zuletzt wirkt er auch in zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen sowie Projekten, die speziell für Kinder entwickelt werden, mit.

Seit 2003 ist Krassimir Sterev Mitglied des Klangforum Wien. Ebenso arbeitete er aber auch mit den Wiener Philharmonikern (unter Pierre Boulez und Daniel Barenboim), dem London Philharmonia Orchestra, dem RSO Wien, dem Ensemble Kontrapunkte, der musikFabrik und dem Ensemble Phace zusammen und ist Teil des Trio Amos.

Besonderes Augenmerk legt Krassimir Sterev auf die Entwicklung des Repertoires für Akkordeon. Viele Komponisten schrieben für ihn bereits neue Werke (u. a. Bernhard Lang, Pierluigi Billone, Bernhard Gander, Olga Neuwirth, Aureliano Cattaneo, Rebecca Saunders, Chaya Czernowin und Hannes Kerschbaumer), die er zur Uraufführung brachte.