Stories of Buenos Aires

Freitag 05.10.2018 19:30 Uhr
Pablo Ziegler – Klavier Quique Sinesi – Gitarre Walter Castro – Bandoneon

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Man kann nicht nicht kommunizieren, meint Paul Watzlawick. Frei danach kann auch Weltenbürger Pablo Ziegler nicht nicht über seine Heimat Buenos Aires erzählen; egal welches musikalisches Projekt er gerade verfolgt. Irgendetwas aus der „Tango-Nuevo-Suppe“ steckt in jeder seiner Essenzen.

Seit Jahren befindet sich der berühmte Künstler musikalisch erfolgreich auf Welttournee. Mit der untrüglichen jahrelangen Erfahrung an der Seite Astor Piazzollas, dessen zweitem Quintett er seit dem Jahr 1978 als Pianist angehörte.

Zu den unzähligen Höhepunkten und Grenzgängen zwischen der „Spielweise Vladimir Horowitzʼ und der Wehmut von Bill Evans“ ist dieses Jahr für sein Trio ein Grammy Award für das aktuelle Album „Jazz Tango“ als bestes Latin-Jazz-Album hinzugekommen. Die hymnische Kritik im Chicago Tribune lautet: „There’s no question that Ziegler takes the tango to levels of sophistication and refinement undreamed of by Piazzolla.“

Der Pianist, Komponist und Arrangeur, geboren 1944 in Buenos Aires, gilt als der legitime Nachfolger Astor Piazzollas, immer neugierig darauf, die formalen und klanglichen Möglichkeiten des Tango Nuevo zu erweitern. Ein feinsinniger Künstler, der doch immer auch die Wurzeln seiner musikalischen Arbeit bloßlegt. So war Pablo Ziegler auch Mastermind des Projekts „Rojo Tango“ mit und rund um den Bariton aus Uruguay, Erwin Schrott.

Mit Quique Sinesi und Walter Castro musiziert Pablo Ziegler seit 2000 regelmäßig zusammen und begeistert das Publikum weltweit. Sie setzen den Tango Nuevo in Szene.

Virtuos und empfindsam. Kammermusikalisch mit großer Geste. Eine Milonga im Kopf.

Pablo Ziegler

– Klavier

Pablo Ziegler ist der bedeutendste Interpret des Tango Nuevo und legitimer Nachfolger Astor Piazzollas. Bereits mit 14 Jahren spielte er in unterschiedlichen Jazzformationen. In jungen Jahren komponierte er für Musical, TV und Kino und gründete sein erstes Terzett, das klassische Musik mit Jazzarrangements verband. Von 1978 bis 1989 arbeitete Pablo Ziegler kontinuierlich mit Astor Piazzolla und war nicht unmaßgeblich am durchschlagenden Erfolg Piazzollas beteiligt.

Nach der schweren Erkrankung Astor Piazzollas baute Pablo Ziegler das Quintett for New Tango auf, das bei Presse und Publikum große Erfolge feierte. Es folgten Aufnahmen und Konzerte u. a. mit Milva und Gary Burton und dem Royal Philharmonic Orchestra of London sowie Auszeichnungen für seine musikalischen und kompositorischen Leistungen in New Orleans, New York und Buenos Aires. Pablo Ziegler tourte durch den amerikanischen Kontinent, Europa und Asien. Zahlreiche Platten wurden unter seinem Namen veröffentlicht.

Quique Sinesi

– Gitarre

Quique Sinesis Musik schöpft aus dem reichen Erbe des südamerikanischen Kontinents, den traditionellen rhythmischen Candombés der argentinischen Einwohner, genauso wie den melodischen Elementen des Tangos, der Milonga und der Musik europäischer Einwanderer. Die Tänze werden genauso wie traditionelle Folkrhythmen mit neuen Konzepten interpretiert, Jazz wiederum verbindet sich mit diesen Elementen, und heraus kommt eine ungemein lebendige und spritzige Symbiose.

Quique begann seine musikalische Karriere u. a. als der Gitarrist des Bandoneonisten Dino Saluzzi und als Mitglied des New Tango Quartetts unter Pablo Ziegler (Expianist des Astor Piazzolla Quintetts). Jazzgrößen wie Jim Hall waren beeindruckt von Spieltechnik, Ausdruck und Kompositionen dieses jungen Ausnahmegitarristen. Quique tritt u. a. mit Charlie Mariano, Markus Stockhausen, Erling Kroner und Marcelo Moguilevsky, Javier Girotto auf.

Er wurde von Jim Hall zur Überreichung des Jazzpar Prize, der größten Auszeichnung im Jazz, als Gastmusiker nach Kopenhagen eingeladen. Seitdem konnte er bei internationalen Festivals und Konzerten seine Fähigkeiten durch eigene Kompositionen, seine emotionale Tiefe und die perfekte Beherrschung des Instruments unter Beweis stellen.

Walter Castro

– Bandoneon

Walter Castro begann sein Bandoneonstudium bei Professor Domingo Mattio und führte es dann bei Professor Julio Pane und Nestor Marconi fort. 1995 gründete er das „Sexteto Menor“, das später als das „Sexteto Sur“ bekannt wurde. Anfang der neunziger Jahre spielte er in Osvaldo Puglieses Orchester und performte für eine Show mit dem Namen „Images“ im Orchester von Horacio Salgan. Er tourte durch Argentinien und das Ausland. 1993 gewann er den Wettbewerb als Bandoneonprofessor und „Group practices assistant“ der bekannten „Popular Music School“ von Avellaneda.

Er spielte zusammen mit Atilio Stampone, Osvaldo Berlingieri, Virginia Luque, Raúl Lavié etc. 1995 spielte er in dem Quintett der Sängerin Adriana Varela mit und wurde Mitglied in Pablo Zieglers „Quintet for New Tango“. Mit der Gruppe „5/4″ (cinco cuartos) folgte eine CD-Aufnahme mit Begleitung von brasilianischen Sängern. 1998 nahm er zusammen mit Pablo Ziegler und dem Orpheus Kammerorchester eine CD mit dem Namen „Tango Romance“ (BMG/RCAVICTOR New York) auf. Im Jahr 1999 folgte eine zweite CD mit dem Namen „Pablo Ziegler Quintet for New Tango“ für das gleiche Plattenlabel.

Walter Castro hat in den Jahren auch zahlreiche weitere Aufnahmen mit verschiedensten Musikern gemacht, so wurde im Oktober 1999 z. B. eine CD der 1996 gegründeten Instrumentalgruppe „Presencia Tanguera“ von Malopea herausgegeben. Walter Castro spielt in dieser Gruppe zusammen mit Angel Bonura, Hernán Posseti und Germán Martinez. Walter Castro spielt einen dynamischen und lebhaften Bandoneonstil, aber ebenso drückt er die Sorgenhaftigkeit und die Melancholie des Tangos aus, für die dieser so bekannt ist.