Carmen

Sonntag 18.10.2020 18:00 Uhr
The Wave Quartet Christoph Sietzen – Multiperkussion

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

→ Karten online kaufen
→ Karten vor Ort kaufen

The Wave Quartet, das sind aktuell Bogdan Bacanu, Christoph Sietzen, Emiko Uchiyama und Nico Gerstmayer. Viermal Marimba und Percussion. Sie spielen alles, was ihnen gefällt und was den hohen Qualitätsansprüchen ihrer Vorstellungen eines wirklich guten Arrangements entspricht.

Mit den Bach’schen Cembalokonzerten für ihre Besetzung gemeinsam mit Michi Gaigg und dem L’Orfeo Barockorchester haben sie international für Furore gesorgt und tun es weiterhin. Mentor Bogdan Bacanu und sein wohl berühmtester Schützling Christoph Sietzen treiben ihre Kunst stets voran. Percussion verwandelt sich mit ihren Händen zu einem „zum Klingen bringen“. Aus der Mitte heraus. Es ist weniger höher, schneller, weiter als vielmehr tiefer, in sich beruhend und Klang stiftend. Je nach Musikstück, je nach Raum, je nach künstlerischen Gegebenheiten. Rund um ihre letzte erfolgreiche CD-Veröffentlichung „Carmen“ bieten sie ein Programm, das im ersten Teil Christoph Sietzen den Vortritt lässt mit Werken von Astor Piazzolla, Philip Glass, Bachs Lauten-Suite in e-Moll BWV 996 (!), „Erinnerungen an die Alhambra“ von Francisco Tarrega und „Velocities“ des US-Amerikaners Joseph Schwantner.

Im zweiten Teil erwartet die Wave-Fans dann Marimba-Full-House mit George Bizets Opernhit „Carmen“. Das legendäre Arrangement von Rodrion Schtschedrin wurde durch Ensemblespielerin Emiko Uchiyama noch einmal perkussiv nachgewürzt. Ein Ausflug in die Popwelt mit Suzanne Vegas „Gypsy“ und ein Klassiker für und unter Percussionisten: „Udacrep Akubrad“ des Israeli Avner Dorman. „Udacrep Akubrad“ begibt sich auf exotisch-orientalische Spuren. Und beweist Humor: Der Titel ergibt rückwärts gelesen den Namen der einfelligen Bechertrommel Darbuka sowie den Namen des israelischen Percussion-Duo Percadu, die Widmungsträger.

Programm:

Pop, Oper, Percussion

Astor Piazzolla (1921-1992)

Verano Porteño; bearbeitet von Pius Cheung

Philip Glass (*1937)

Opening (Glassworks)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Lautensuite in e-Moll BWV996: Sarabande, Bouree, Gigue

Francisco Tarrega (1852-1909)

Recuerdos de la Alhambra

Joseph Schwantner (*1943)

Velocities

*****

Christoph Sietzen, Marimba

*****

 

– Pause –

 

Georges Bizet

Carmen-Suite

Suzanne Vega

Gypsy

Astor Piazzolla (1921-1992)

Aconcagua-Konzert, 3. Satz, arrangiert für 4 Marimbas von Emiko Uchiyama

*****

The Wave Quartet, 4 Marimbas und Percussion

Bogdan Bacanu, Christoph Sietzen, Emiko Uchiyama, Nico Gerstmayer

*****

The Wave Quartet

Seiner großen Leidenschaft für die Musik des Barock folgend, wollte der weltweit renommierte Marimbaspieler Bogdan Bacanu Johann Sebastian Bachs Konzerte für zwei Cembali auch für Marimba spielbar machen und suchte sich mit Christoph Sietzen, Preisträger des Internationalen ARD-Wettbewerbs 2014 und ECHO „Rising Star“ in der Saison 2017/2018, sowie Emiko Uchiyama und Vladi Petrov, die als Marimba Duo internationale Wettbewerbe gewonnen haben, drei hochkarätige Kollegen zur Gründung des „Wave Quartet“. Anfang 2019 ist Nico Gerstmayer statt Vladi Petrov in das Quartett eingestiegen.

Seine offizielle Geburtsstunde feierte das Ensemble 2008 im Berliner Konzerthaus, wo es Bachs Konzert in C-Dur (BWV 1061a) in Bearbeitung für vier Marimbas aufführte. Sowohl das Arrangement als auch die Interpretation wurden von Presse und Publikum begeistert aufgenommen, nicht zuletzt aufgrund des respektvollen Umgangs mit dem Original sowie dem historisch informierten Ansatz, mit dem sich das Quartett Bachs Werk näherte. Die Werke von Bach und Zeitgenossen stellen seither einen wichtigen Schwerpunkt im vielfältigen Repertoire des Quartetts dar, das bis hin zu Astor Piazzolla oder aktuell einer neuen Bearbeitung von Bizets „Carmen“ reicht, die im Herbst 2019 bei Sony Classical auf CD erschienen ist. Neben den Bearbeitungen sind Originalwerke ein fixer Bestandteil des Repertoires, von denen einige eigens für das Quartett geschrieben wurden.

Konzerte sowie Meisterkurse führten das Wave Quartet durch viele Länder Europas und nach Asien in bedeutende Spielstätten wie die Kölner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, die Konzerthäuser Berlin und Wien, Müpa Budapest, Town Hall Birmingham, Bozar Brüssel und Concertgebouw Amsterdam sowie die Suntory Hall in Tokio und zu Auftritten mit Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Romanian National Symphony Orchestra oder dem L’Orfeo Barockorchester.

Highlights der vorherigen Saison 2018/2019 waren die Uraufführung eines neuen Konzerts von Avner Dorman im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, die Rückkehr zum Grafenegg Festival für ein Konzert mit dem Tonkünstlerorchester unter Yutaka Sado sowie ein Zusammentreffen mit der Academy of Ancient Music im Barbican London.

Bereits 2008 erschien die Debüt-CD des Wave Quartet „Aurora Borealis“, der ein Jahr später eine Aufnahme mit allen drei Konzerten Bachs für zwei Cembali folgte, bei der Peter Sadlo das Originalklangorchester „Salzburg Barock“ dirigierte. Mit „Senza Ripieno“ erschien im Jahr 2011 die dritte Aufnahme, mit selten zu hörenden Werken der Barockzeit, interpretiert in einem intimen Rahmen ohne Orchesterbegleitung. Im Jänner 2016 erschien „Loco“ (Genuin Classics), in der sich die Musiker Werken von Carlos Gardel, Astor Piazzolla und Rodrigo y Gabriela widmen und somit auch den Tango Nuevo auf ihren Marimbas zum Klingen bringen. Darüber hinaus fand im Frühjahr 2017 die Uraufführung des „Gotan Concertos“ für Marimbaquartett, Percussion und Orchester von Emmanuel Séjourné im Brucknerhaus in Linz statt. Diese Komposition ist dem Wave Quartet gewidmet und auf der CD ,Lauda Concertata‘ (Genuin classics) zu hören.

Im September 2017 erschien bei Sony Classical eine gemeinsame Veröffentlichung mit dem L’Orfeo-Barockorchester, die sich erneut Kompositionen von Johann Sebastian Bachs widmet.
Im zweiten Album des Wave Quartets bei Sony Classical (2019) steht die vielleicht populärste Frauenfigur der Operngeschichte im Mittelpunkt. Es ist die „Carmen“ aus Georges Bizets gleichnamigem Welthit.

Das Wave Quartet spielt exklusiv auf Marimbas von Adams Musical Instruments.

Bogdan Bacanu – Marimba
Christoph Sietzen – Marimba
Emiko Uchiyama – Marimba
Nico Gerstmayer – Marimba

Christoph Sietzen

– Multiperkussion

Der Schlagwerker Christoph Sietzen wird in der Presse als Ausnahmetalent gefeiert und für seine erfrischende musikalische Natürlichkeit, seine technische Beherrschung sowie ausgeprägte Bühnenpräsenz gelobt. Im Alter von 12 Jahren gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen und ist u. a. Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD (2014), des ICMA Young Artist Award des Jahres 2018 und wurde in der Saison 2017/2018 von der European Concert Hall Organisation (ECHO) zum „Rising Star“ ernannt.

Christoph Sietzens erste Solo-CD „Attraction“, die den Titel des für ihn von Emmanuel Séjourné komponierten gleichnamigen Werks trägt, wurde mit dem Pizzicato Supersonic Award ausgezeichnet. Seine Debüt-CD bei Sony Classical mit Schlagzeugkonzerten von Dorman und Rautavaara erschien im Herbst 2018 unter dem Namen „Incantations“.

Der in Salzburg geborene Luxemburger wurde seit seinem sechsten Lebensjahr von Martin Grubinger sen. unterrichtet und studierte später Marimba bei Bogdan Bacanu und Schlagwerk bei Leonhard Schmidinger und Josef Gumpinger an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, wo er mit Auszeichnung abschloss. Im Laufe seiner Studien widmete er sich darüber hinaus seinem Zweitinstrument Kontrabass sowie dem Cembalospiel, um sich intensiv mit der Musik des Barock auseinanderzusetzen. Seit 2014 unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Für Konzertengagements gastierte Christoph Sietzen in renommierten Konzerthäusern Europas und Asiens mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Mozarteum Orchester Salzburg oder dem WDR Funkhausorchester Köln und mit künstlerischen Partnern wie Howard Griffiths, Frank Strobel, Alexander Liebreich, Cristian Mandeal, Michael Tabachnik, Bogdan Bacanu, Peter Sadlo, Martin Grubinger sowie Schauspieler und Oscar-Preisträger Karl Markovics oder Multiinstrumentalist Hubert von Goisern.

Ab der aktuellen Saison ist er zudem als „Great Talent” vermehrt am Wiener Konzerthaus zu erleben.

Christoph Sietzen ist Mitglied des von Bogdan Bacanu gegründeten Marimba-Ensembles „The Wave Quartet“. Auf deren aktueller CD, erschienen bei Sony Classical, widmet sich das Ensemble gemeinsam mit dem L’Orfeo-Barockorchester Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Sie erhielt den Supersonic Award und wurde mehrfach von der Fachpresse empfohlen.

Christoph Sietzen ist Markenbotschafter des holländischen Instrumentenbauers Adams Musical Instruments.