Der Bau

Samstag 09.11.2019 19:30 Uhr
Max Simonischek

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

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Verstören und wachrütteln: Max Simonischek gleitet in Franz Kafkas Erzählung „Der Bau“ ins Surreale und zeigt einmal mehr, welch grandioser Schauspieler er ist. Eins werdend mit Kafkas Parabel über eine Gesellschaft, die durch das Vermeiden von Risiken die wahre Gefahr − den allgegenwärtigen Abgrund − in die Glieder kriechen lässt.

Kafkas unvollendete Erzählung „Der Bau“ skizziert eine unterirdische Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert liegen.
Der Bewohner und Ich-Erzähler ist eine Art Menschentier, ein denkendes und sprechendes Geschöpf. Eben ein kafkaeskes Wesen, das im permanenten Ausnahmezustand, im Kreuzzug gegen die Außenwelt, das Fremde und mögliche Eindringlinge lebt. Das kleinste Geräusch ist maximaler Stress für den Erschaffer des Baus.

„Der Bau“ ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, in dem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn.

Max Simonischek inszenierte diesen Monolog 2015 am Theater Neumarkt in Zürich mit großem Erfolg. Inzwischen spielt er ihn unter anderem am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Frankfurt, bei den Salzburger Festspielen und am Schauspiel Pristina im Kosovo.

Max Simonischek

Max Simonischek absolvierte seine Ausbildung am Mozarteum in Salzburg, worauf feste Engagements bei Armin Petras am Maxim-Gorki-Theater Berlin und den Münchner Kammerspielen unter Johan Simons folgten. Seit 2014 ist er freischaffend u. a. am Wiener Burgtheater, dem Schauspiel Stuttgart und den Salzburger Festspielen tätig.

2015 führte er in Zürich mit Kafkas „Der Bau“ zum ersten Mal Regie und erhielt 2017 den Wiener Nestroy-Theaterpreis. Er war als Hauptdarsteller in diversen Kino- und Fernsehfilmen in Deutschland und der Schweiz zu sehen, wofür er Nominierungen für den Schweizer Film- und Fernsehpreis sowie den Deutschen Fernsehpreis erhielt.