Zwischen den Welten

Sonntag 22.10.2017 18:00 Uhr
Thomas Enhco – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

Absage:
Sehr geehrte Besucher, leider müssen wir das Konzert von Thomas Enhco absagen.
Selbstverständlich wird das Geld für bereits gekaufte Karten rückerstattet.

Wir bitten Sie, für die Rückerstattung des Kaufpreises das Verkaufslokal, in dem die Karte erworben wurde, zu besuchen.
Weitere Infos: Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs +43 7442 511-255 sowie Ö-Ticket +43 1 96096-321

Der junge Franzose Thomas Enhco kam familiär bedingt schon früh mit Musik in Berührung. Als Enkel des Dirigenten Jean-Claude Casadesus war es zuerst die Geige, ehe mit sechs Jahren das Klavier zum Favoriten wurde. Gefördert und unterrichtet von Jazz-Größe Didier Lockwood musizierte er schon bald mit den Größen der Szene, aber auch mit seinem Bruder, dem Trompeter David Enhco.

Die letzten drei Alben „Fireflies“ (2013), „Feathers“ (2015) und „Funambules“ (2016) zeigen die vielen kreativen Seiten des Musikers, der auch als Filmmusikkomponist preisgekrönt ist ( „Die Mondnacht von Toulon“ Regie: Gérard Mordillat).

Wenig dogmatisch in seiner Herangehensweise zieht er sowohl durch Jazzstandards als auch durch Eigenkompositionen eine gewisse Melancholie und die Fähigkeit, weite Bögen zu spannen. Bis hin zur Klassik, dokumentiert in seiner Mozart affinen Zusammenarbeit mit der bulgarischen Perkussionistin Vassilena Serafimova.

Thomas Enhco

– Klavier

Thomas Enhco, 1988 in Paris geboren, ist ein französischer Pianist und Komponist. Er ist ein Abkömmling der berühmten Casadeus-Familie, die etliche namhafte klassische Musiker und Schauspieler hervorgebracht hat.

Wie sein zwei Jahre älterer Bruder David, der Trompeter ist, entschied sich Thomas schon in sehr frühen Jahren eine Karriere als Jazzpianist und Violinist einzuschlagen, obwohl er auf beiden Instrumenten ebenfalls eine klassische Ausbildung genoss.

Entdeckt und gefördert wurde sein außerordentliches Talent von dem bekannten französischen Jazzviolinisten Didier Lockwood, der den damals neunjährigen Thomas 1998 einlud, mit ihm beim Jazzfestival in Antibes Juan-les-Pins aufzutreten. Ab seinem zwölften Lebensjahr besuchte Thomas dann das private Konservatorium CDML (Centre des Musiques Didier Lockwood), um bei Gisèle Magnan klassisches Klavier zu studieren. Vier Jahre später wechselte er an das CNSM (Conservatoire National Supérieur de Musique) in Paris, um sich dort ganz dem Jazz und der Improvisation zu widmen.

Sein erstes eigenes Album, “Esquisse”, nahm Thomas Enhco 2006 mit dem legendären Ex-Weather-Report-Schlagzeuger Peter Erskine auf. 2009 folgte das Standards-Album “Someday My Prince Will Come”, auf dem auch sein Bruder David Enhco mitwirkte. Für das Album erhielt er 2010 in Frankreich als “neues musikalisches Talent”einen Django d’Or.
Zwei Jahre später überrascht er dann gleich mit zwei neuen Alben: “Jack & John” nahm er in New York mit dem Traum-Rhythmusgespann Jack DeJohnette und John Patitucci auf, “Fireflies” mit dem kanadischen Bassisten Chris Jennings und dem belgischen Schlagzeuger Nicolas Charlier, seinen regulären Trio-Partnern.

2011 komponiert Thomas Enhco die Filmmusik zu „Les Cinq Parties du Monde“ und wird mit dem prestigeträchtigen „FIPA d´Or for Best Original Soundtrack“ ausgezeichnet.

Auf dem bei Universal veröffentlichten Album “Feathers” (2015) ist Thomas Enhco erstmals als Klaviersolist zu hören. Die CD wird von
Victoires du Jazz als „Best Album 2015“ nominiert.

Thomas Enhco über „Feathers“: Ich spielte es wie ein Buch, in dem gewisse Absätze ausgelassen sind, in dem die Grenzlinie zwischen Geschriebenem und Improvisiertem verschwommen ist. Die Freiräume füllte ich während der Einspielung und ließ mich dabei von der tellurischen Kraft und unerträglichen Leichtigkeit des Klaviers tragen. Es ist kein Album mit Klaviermusik, ich versuche, das Klavier mit seinen Tasten, Hämmern und Saiten nicht als mechanisches Instrument zu betrachten, sondern als wandlungsfähiges Etwas, das jede Gestalt und Form annehmen kann, und jede Stimme und jeden Klang erzeugen kann: den von Holz- und Blechblasinstrumenten, Streichern, Perkussion, Harfen, Glocken…”

Der junge Künstler lässt sich allerdings nicht auf das Genre des Jazz eingrenzen: 2016 veröffentlicht die „Deutsche Grammophon“ das Album „Funambules“ auf dem Thomas Enhco mit der Percussionistin Vassilena Serafimova Werke der Klassik sowie eigene Kompositionen interpretiert.

Das Interesse an der Kunst von Thomas Enhco ist groß – 130 Konzerte pro Jahr führen den Pianisten durch Europa, die USA, Canada, Japan, China und in den Nahen Osten.
2017 debütiert er erstmals als Solist mit großen Symphonieorchestern und interpretiert George Gershwins Concerto in F sowie die Rhapsody in Blue, W.A. Mozarts Klavierkonzerte, John Adams „Heros Piano“ und bringt ebenfalls sein eigenes 1. Klavierkonzert zur Uraufführung.