The living loving maid

Sonntag 07.10.2018 18:00 Uhr
Theresa Kronthaler – Mezzosopran Kalle Kalima – Gitarre Oliver Potratz – Bass

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Die deutsche Sängerin Theresa Kronthaler war zuletzt am Theater an der Wien in Vincenzo Bellinis Belcanto-Klassiker „La straniera“ zu hören und begeisterte als Ophelia das Wiener Publikum im Herbst 2016 mit der Uraufführung von Anno Schreiers Oper „Hamlet“. Doch genügt der jungen Sängerin der herkömmliche Opern- und Klassikbetrieb keineswegs.

Sie genießt Ausflüge ins Schauspiel (Schaubühne am Lehniner Platz, Volksbühne Berlin, Gorki Theater) und unterhält sich ihr eigenes Trio Kornthaler. Spinnt dem finnischen Jazz- und E-Gitarristen Kalle Kalima und dem Kontra- und E-Bassisten Oliver Potratz ganz eigene musikalische Projekte.

Kronthaler bepflanzt das klassisch-barocke Terrain auf ganz individuelle Weise. Italienische und englische Arien und Lieder werden mit stilistischen Mitteln der Moderne „veredelt“ und mit überraschenden Klängen in andere Sphären versetzt.

Das aktuelle Album „The Living Loving Maid“ ist laut stereoplay Unterhaltung im besten Sinne des Wortes: „Alle Beiträge sinnvoll ineinander verwoben, entstand ein durchsichtig gemixtes Programm, das Monteverdi, Purcell, Indie-Pathos, Zerbrechlichkeit und eine Prise Subversion vereint. Sehr pfiffig.“

Diese Musik lebt und liebt durchaus weiblich.

Theresa Kronthaler

– Mezzosopran

Theresa Kronthaler wurde in Deutschland geboren und wuchs in Rom auf. Zunächst studierte sie Theaterwissenschaften in London und begann dann ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Renate Faltin und Julia Varady.

Während der Studienzeit nahm sie an vielen Wettbewerben teil und gab ihr Debüt am Grand Théâtre in Genf als Orlofsky (J. Strauß: Die Fledermaus).
2009 bis 2012 war sie Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, wo sie u. a. Dorabella in COSÌ FAN TUTTE (W. A. Mozart), Hänsel in HÄNSEL UND GRETEL (E. Humperdinck), Sesto in GIULIO CESARE (G. F. Händel) und Annio in LA CLEMENZA DI TITO (W. A. Mozart) sang.

Von 2012 an war sie für vier Spielzeiten fest an der Komischen Oper Berlin engagiert und sang dort Rollen wie Nicklausse (LES CONTES DʼHOFFMANN, J. Offenbach), Sylvia/Proserpina und Ottone (C. Monteverdi-Zyklus), W. A. Mozarts Cherubino (LE NOZZE DI FIGARO) und Dorabella (COSÌ FAN TUTTE), Arsamenes (XERXES, G. F. Händel), Orestes in DIE SCHÖNE HELENA (J. Offenbach) und Sesto in LA CLEMENZA DI TITO.

Ihre Leidenschaft gilt auch dem Theater, so spielte sie an der Schaubühne am Lehniner Platz, der Volksbühne Berlin und dem Gorki Theater.
Sie sang den Sesto in GIULIO CESARE an der Oper Frankfurt und gab 2015 ihr erfolgreiches Debüt als Carmen (G. Bizet) am Theater Bremen, wo sie auch 2016 mit einer sehr angesehenen Elisabetta in Donizettis MARIA STUARDA zu hören war.

Am Theater an der Wien war sie 2015 mit Bellinis LA STRANIERA und begeisterte ebendort im Herbst 2016 mit der Uraufführung von Anno Schreiers HAMLET als Ophelia Publikum und Kritiker. 2017 gab sie ihr sehr erfolgreiches Rollendebüt als Marguerite in LA DAMNATION DE FAUST von Hector Berlioz am Theater Bremen.

Sie ist außerdem eine sehr gefragte Konzert- und Liedsängerin, beim Kissinger Sommer hörte man sie mit Liederabenden, L. van Beethovens 9. SINFONIE sowie G. Rossinis PETITE MESSE SOLENNELLE, die sie auch 2015 bei den Musikfestspielen Dresden in der Frauenkirche aufführte.

Die laufende Saison bringt nach ihrem Debüt im Wiener Musikverein als Solistin in Gustav Mahlers SINFONIE Nr. 8 eine England-Tournee mit dem Brucknerorchester Linz unter Markus Poschner (mit Gustav Mahlers SINFONIE Nr. 2), HÄNSEL UND GRETEL an der Deutschen Oper am Rhein sowie Mozarts REQUIEM mit dem Orchestra della Svizzera Italiana.

In der Spielzeit 2018/2019 kehrt Theresa Kronthaler als Eglantine in Carl Maria von Webers EURYANTHE wieder an das Theater an der Wien zurück und ist im Anschluss daran an der Vlaamse Opera Antwerpen in Paul Hindemiths CARDILLAC (Die Dame) zu erleben.

Theresa Kronthaler ist mit ihrer Band Kronthaler bei Sony Classical unter Vertrag.

Kalle Kalima

– Gitarre

Kalle Kalima, geboren 1973, ist ein finnischer Gitarrenvirtuose, der wohl zu den spannendsten Vertretern der europäischen Jazzszene gehört. Er hat die E-Gitarre im Jazz gleich in das 21. Jahrhundert geholt und mischt dabei auch Spuren von Rockmusik. Ausschlaggebend ist jedoch eine gehörige Portion Verrücktheit – finnische Kreativität eben. Der in Berlin wohnende Gitarrist und Komponist hat vor seinem Studium an der Berliner Hanns Eisler Musikhochschule auch an der Sibelius-Akademie in Helsinki studiert.

Kalima kennt man vor allem für seine Vielseitigkeit. In seinem ältesten Trio Klima Kalima spielt er zusammen mit Oliver Potratz (Bs) und Oliver Steidle (drs). Die Band hat u. a. den Neuen Deutschen Jazzpreis 2008 gewonnen. Zusammen mit Chris Dahlgren (Bs, USA) und Eric Schäfer (drs) hat er das Trio Johnny La Marama gegründet. Mit dieser Band ist er u. a. mit Goethe-Institute in Südamerika, Japan, Iran und Mittelamerika auf Tour gewesen. Darüber hinaus spielt er in seinem kammermusikalischen Quartett K-18, das im Jahr 2013 den finnischen EMMA-Preis für Jazz gewonnen hat. Im Moment tritt er aber auch regelmäßig mit seinen aktuellen Gruppen Tenors of Kalma (mit Jimi Tenor) und KUU! auf. Das Album „High Noon“ mit dem Bassisten Greg Cohen kam im Januar 2016 bei Act Music aus. Er ist Mitglied von „A Novel of Anomaly“ um den Sänger Andreas Schaerer. Er ist ein gefragter Gastspieler und hat u. a. mit Ensemble Resonanz, NDR Big Band sowie Kollegen wie Jason Moran, Jim Black, Anthony Braxton, Leo „Wadada“ Smith, Peter Brötzmann, Tony Allen, Jazzanova und Tomasz Stanko musiziert. Er hat an den Musikhochschulen in Weimar, Helsinki und Berlin unterrichtet. Seit September 2017 ist er Dozent von Jazzgitarre an der Universität Luzern. Kalima war im Jahr 2016 für den Jazz-Echo-Preis in der Kategorie „Jazzgitarre“ nominiert.

Oliver Potratz

– Bass

Oliver Potratz, Jahrgang 1973, begann seine Karriere als Geiger und E-Bassist.

Mit 20 fing er an, Kontrabass zu spielen, und bestand ein Jahr später die Aufnahmeprüfung an der UdK Berlin. Dort studierte er sowohl Klassik als auch Jazz. Das Klassik-Orchesterdiplom absolvierte er mit der Note sehr gut, das Jazzstudium beendete er mit dem Master of Arts (Jazz/Composition) summa cum laude.
Während des Klassik-Studiums wurde er Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung. Noch vor Ende seines Studiums unterrichtete er an der UdK Klassik für Jazzstudenten.

Seit dem Studium arbeitet er in verschiedenen Musikbereichen. So spielte er auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals ebenso wie als Solist mit renommierten klassischen Orchestern und auf Tangobühnen.

Seine Arbeit als Bassist ist auf über 40 CDs zu hören. Im Jahr 2008 gewann er mit der Band „Klima Kalima“ den neuen deutschen Jazzpreis, im folgenden Jahr belegte er mit dem Carsten Daerr Trio den zweiten Platz. 2015 erhielt er ein Stipendium des Berliner Senats.
Die Musik brachte ihn auf zahlreichen Tourneen in mehr als 50 Länder auf 5 Kontinenten. Er arbeitet und arbeitete mit Musikern und Ensembles wie: Andromeda Megaexpress Orchestra, Almut Kühne, Christopher Dell, Gerd Dudek, Daniel Erdmann, Kudsi Ergüner, David Friedman, Tim Fischer, Michel Godard, Frank Gratkowski, Ronnie Graupe, Philipp Gropper, Ulrike Haage, Gitte Haenning, Kalle Kalima, Konzerthausorchester Berlin, Rolf Kühn, Johannes Lauer, Christoph Lauer, Christian Lillinger, Hans Lüdemann, Wencke Myhre, Claudio Puntin, RIAS Kammerchor, Yves Robert, M.Rostropovich, Radiosymphonieorchester Berlin, Eric Schaefer, Helen Schneider, John Schröder, Mathias Schubert, Tomasz Stanko, Oliver Steidle, Gebhard Ullmann, Rolando Villazon, Peter Weniger, Jiggs Whigham und anderen bekannten Musikern der deutschen Jazzszene zusammen.

Im Jahr 2016 leitete er das Deutsch-Afghanische Musikprojekt Safar der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar.

Er ist seit 2002 verheiratet und glücklicher Familienvater.