Bransch

Donnerstag 26.10.2017 19:30 Uhr
Georg Breinschmid – Kontrabass Thomas Gansch – Trompete

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Die beiden Musiziergiganten singen, stampfen, zupfen, … Treiben es ziemlich heftig bis zur Spitze und grandios virtuos mit ihren Instrumenten. Grenzenlos und genial – auch das steckt in „Bransch“.

Feinsinnig „gepflegter musikalischer Irrsinn“. Den haben die beiden am liebsten. Und wer sie irgendwo musikalisch festmachen will, ist im Moment des gedanklichen Abdrucks schon wieder zehn Schritte hinterdrein. Beziehungsweise daneben. „Bransch it“!

Mit dem ehemaligen Fußballspieler der DDR, Bernd Bransch, hat es vielleicht auch zu tun. Das Programm „Bransch“.

Denn wenn Thomas Gansch und Georg Breinschmid auf einer Bühne musizieren, hat immer alles mit allem zu tun. Sie sind das allerbeste, was Österreich seit Mozart, Zawinul und Falco zurzeit an Musikern lebend zeitgenössisch anzubieten hat.

Die Besetzungsliste Trompete und Kontrabass mag für manche mager bis karg oder gar verlegen erscheinen. Weit gefehlt. Die beiden Musiziergiganten singen, stampfen, zupfen, … treiben es ziemlich heftig bis zur Spitze und grandios virtuos mit ihren Instrumenten. Grenzenlos und genial – auch das steckt in „Bransch“.

Feinsinnig „gepflegter musikalischer Irrsinn“. Den haben die beiden am liebsten. Und wer sie irgendwo musikalisch festmachen will, ist im Moment des gedanklichen Abdrucks schon wieder zehn Schritte hinterdrein. Beziehungsweise daneben. „Bransch it“!

Georg Breinschmid

– Kontrabass

Georg Breinschmid wurde 1973 geboren und lebt in Wien. Er ist einer der führenden österreichischen Jazzmusiker auf internationalem Parkett.

Breinschmid studierte klassischen Kontrabass an der Wiener Musikhochschule. Gleichzeitig betätigte er sich als Jazzmusiker und arbeitete unter anderem mit dem Geiger Zipflo Weinrich zusammen. Von 1994 bis 1996 war er im Tonkünstlerorchester Niederösterreich engagiert, von 1996 bis 1998 bei den Wiener Philharmonikern.

Er entschloss sich bald, der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren und sich verstärkt seiner Leidenschaft für improvisierte Musik zu widmen. Seit 1999 tritt er als einer der vielseitigsten und virtuosesten Bassisten der internationalen Jazzszene hervor. Er arbeitete mit Archie Shepp, Charlie Mariano, Kenny Wheeler, Biréli Lagrène, Triology, Megablast und vielen anderen zusammen. Von 1999 bis 2006 war er ständiger Kontrabassist des Vienna Art Orchestra.

Seit 2003 ist Georg Breinschmid verstärkt als Komponist und Bandleader aktiv. Zahlreiche CD-Produktionen wie „Wien bleibt Krk“ (2008) oder die Doppel-CDs „Brein’s World“ (2010) und „Double Brein“ (2014) ernten in Europa und auch Übersee hymnische Kritiken. Wichtige künstlerische Kollaborationen finden mit Trompeter Thomas Gansch, den Geigern Benjamin Schmid und Aleksey Igudesman, den Brüdern Frantisek und Roman Janoska, Akkordeonist Stian Carstensen, Pianist Antoni Donchev, den Flying Schnörtzenbrekkers, Arrangeur Tscho Theissing u.v.a. statt. 2010 Auftritt des Trios Brein’s Café bei der Eröffnung der Wiener Festwochen vor einem weltweiten TV-Millionenpublikum. 2014 gemeinsam mit Florian Willeitner Gründung des Quartetts Strings & Bass.

Georg Breinschmid ist zweifacher Hans Koller-Preisträger („CD of the Year“ 2002, Newcomer of the Year“ 2003), 2012-2015 war er viermal in Folge für den Amadeus Austrian Music Award (Kategorie Jazz/World/Blues) nominiert. Seine unorthodoxen Kompositionen an der Schnittstelle zwischen Jazz, Klassik und Wienerlied gelten als eine der interessantesten Entwicklungen in der zeitgenössischen Musik. Seine Kompositionen werden von Ensembles wie The Philharmonics, dem Stuttgarter Kammerorchester, Amarcord Wien, Bass Instinct und dem Australian Chamber Orchestra aufgeführt. 2011 präsentiert Breinschmid mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich zum ersten Mal ein abendfüllendes Programm seiner Werke mit Symphonieorchester und Jazztrio. Es folgen zahlreiche weitere orchestrale Auftritte, u. a. mit der Hongkong Sinfonietta, dem Symphonieorchester Vorarlberg, den Moravia Virtuosi, Brno Philharmonic, Württembergische Philharmonie Reutlingen, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und dem Bruckner Orchester Linz. Er komponiert auch Auftragswerke, u. a. für die Ensembles Faltenradio, The Clarinotts, Matthias Schorn (Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker), Sonus Brass und viele andere.

Thomas Gansch

– Trompete

Thomas Gansch zählt zu den facettenreichsten und meist gefragten Jazz-Trompetern Europas. Er gilt als einer der stilprägenden Musiker der jüngeren Generation.

Schon als junger Student mitbegründete er das Septett „Mnozil Brass“ – mit diesem Ensemble feiert er bis heute weltweit große Erfolge.

Nach dem Abbruch des Klassik-Studiums wurde er von Mathias Rüegg ins legendäre „Vienna Art Orchestra“ geholt; diese Zeit bezeichnet Gansch noch heute als sein wahres Studium.

In zahlreichen Projekten und unterschiedlichsten Besetzungen lebt er seine Vielseitigkeit.

Ebenso als Komponist und Arrangeur zeigt er Schubladenresistenz: Thomas Gansch schreibt für alle Besetzungen – ob Duo oder Sinfonieorchester, Blaskapelle oder Big Band, ob Sommertheater oder Oper.