All the things you are

Donnerstag 20.09.2018 19:30 Uhr
Vadim Neselovskyi – Klavier

Kristallsaal
Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs

 

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Vadim Neselovskyi ist im ukrainischen Odessa geboren und aufgewachsen. Mit 18 Jahren kam er nach Deutschland, studierte bei Boris Bloch und zog weiter in die USA an das Berklee College of Music in Boston, wo er heute selbst unterrichtet. Er tourte mit Herbie Hancock und Dee Dee Bridgewater durch Indien und gewann u. a. die Thelonious Monk International Jazz Competition.

Durch seine klassische Ausbildung und Neselovskyis Fähigkeit, unheimlich interessant und spannungsgeladen zu improvisieren, verscheucht er jegliche Routine. Bei sich und beim Publikum. Die Projekte „Songs My Parents Sing“, „Spring Song for Piano and Orchestra“, seine Arbeit im Trio oder mit dem Orchesterzentrum NRW offenbaren seinen gänzlich neuen, frischen Zugang auf jede neue Herausforderung.

Neselovskyis Musik ist „Heimat im Gepäck“. So schreibt Karsten Mützelfeldt für Deutschlandfunk: „Er vereint klassisches Formbewusstsein, europäische Klangästhetik und die Freiheit der Improvisation. Und er ist kein Newcomer mehr, aber noch zu entdecken: der Pianist und Komponist Vadim Neselovskyi.“

Was er beispielsweise aus dem Jerom-Kern-Klassiker „All the things you are“ hervorzaubert, ist grenzgenial, oder besser gesagt: genial entgrenzt. Ein Kopf für viele musikalische Hüte im Hut.

Vadim Neselovskyi

– Klavier

Vadim Neselovskyi wurde 1977 in Odessa in der Ukraine geboren, wo er mit dem Klavierspiel beginnt und bald die großen russischen Komponisten für sich entdeckt. Mit siebzehn setzt er seine Ausbildung am Konservatorium in Dortmund fort und vervollständigt seine Ausbildung am Berklee College of Music sowie am Thelonious Monk Institute in Washington D.C.

An der Seite von Größen wie Herbie Hancock, Chaka Khan, Dee Dee Bridgewater und Terry Lyne Carrington startet Neselovskyi seine internationale Karriere als Pianist, Komponist, Arrangeur und Orchesterkomponist und teilt die Bühne mit John Scofield, Terence Blanchard, Kurt Rosenwinkel, Benny Golson, Nicholas Payton oder Steve Coleman.

2004 schließt sich Neselovskyi Gary Burtons Quintett an. Mehr als zehn Jahre lang reist er durch die USA, Europa und Asien, tritt mit Marcus Gilmore am Schlagzeug auf dem Newport Festival auf und spielt bei Jazzfestivals in Chicago und Detroit. Man kann ihn auf mehreren Alben an der Seite von Gary Burton hören, wobei er in Albums wie „Next Generation“, „If You Love Me“, „Common Ground“ in verschiedenen Funktionen − als Pianist, Arrangeur und Komponist − zu hören ist. Neben seiner Karriere als Jazzmusiker und Komponist lehrt Vadim Neselovskyi am Berklee College of Music Klavier.

Vadim Neselovskyi ist einer dieser seltenen Jazzmusiker, dessen Kompositionen die Grenzen zwischen Jazz und klassischer Musik überschreiten; sowohl Jazzmusiker wie Randy Brecker, Antonio Sanchez, Scott Colley, Julian Lage oder Gary Burton als auch klassische Orchester wie die Symphonieorchester von Spokane oder Lancaster, die Neue Philharmonie Westfalen und das INSO Symphonieorchester im ukrainischen Lemberg spielen seine Musik.
Nach einem zweiten Preis beim Concours de Piano Martial Solal im Jahr 2010 gewinnt Neselovskyi 2012 das prestigeträchtige MacDowell Fellowship. Von Medien und Kollegen unterschiedlicher Musiksparten gefeiert, gibt Neselovskyi 2013 mit „Music for September“ sein Solo-CD-Debüt. Er stellt klassischen Klavierstücken und Jazzstandards eigene Kompositionen gegenüber – ein delikates Unternehmen für einen eingeschworenen Hüter des musikalischen Erbes der russischen Komponisten.

Auch sein neuestes Album – „get up and go“ offenbart enorme Kraft und Sensibilität. Melodische und harmonische Raffinesse, das Einfache und das Komplexe, die Individualität des Ausdrucks und die Klangkultur der großen Geschichte der Musik erweisen sich als die Zutaten zu einer hochspannenden Mischung, in der die beeindruckende Virtuosität und Reife dieses Pianisten sowie die außerordentliche Musikalität des Zusammenspiels im Trio Balance garantieren.

„Deutschlandfunk“ schreibt über den außergewöhnlichen Künstler: Neselovskyis Musik pendelt zwischen bittersüßen, elegischen Ton-Poemen und quirligen, tänzerischen, ungemein vitalen Augenblicken. Die Symbiose aus Jazz, einer klassischen Musizierhaltung und osteuropäischem Temperament ist tönender Ausdruck der Biografie eines Weltbürgers, dessen multikulturelle Erfahrung und Identität sich in seiner Klangkunst manifestiert.